Aktuelle Projekte

Feedbacks im Assessment gestalten (Dissertationsvorhaben)

Dass Lehrende Lernenden Feedback geben, ist ein wichtiger Bestandteil guter Lehre; insbesondere als Komponente eines lernförderlichen Assessments. Feedback-Geben ist allerdings mühevoll und die Auswahl der richtigen Feedback-Form in Passung zur Form und den Zielen des Assessments sowie den Rahmenbedingungen nicht immer einfach. Darüber hinaus ist es frustrierend für Lehrende, wenn Lernende das Feedback nicht wie angedacht rezipieren.Wie also können Lehrende diese Herausforderungen meistern? Bislang liefert weder die (deutschsprachige) Literatur hinreichende Hinweise dazu; noch existiert eine Strategie, wie man Lehrende für die Aufgabe des Feedbackgebens qualifizieren bzw. sie im Prozess dabei unterstützen kann – obwohl empirische Untersuchungen die Wichtigkeit von Feedback für den Lernprozess bereits aufgezeigt haben und die unter Bologna angestrebten kompetenzorientierten Prüfungsformen (z.B. E-Portfolios) Feedback als notwendigen Bestandteil voraussetzen.
Hier setzt das (Dissertations-) Projekt an. Die Zielsetzung liegt darin, ein Qualifizierungskonzept für Lehrende sowie langfristig nutzbare Materialien (im Sinne von „Entscheidungshilfen“ für die Wahl der Feedback-Form in Passung zum Assessment) und Instrumente (zur Unterstützung der Feedback-Rezeption) zu entwickeln und in der Praxis zu erproben.

E-Portfolios in der Hochschule

Immer mehr Bildungsinstitutionen, auch Universitäten und Fachhochschulen, setzen auf die positiven Wirkungen von E-Portfolios als Instrument der individualisierten Steuerung und Beurteilung des (Selbst-)Studiums sowie als Assessment-Methode. Ein Schwachpunkt in der E-Portfolio-Praxis sind bislang die Bereitschaft sowie das Wissen und Können der Lernenden, die in der Regel weder über die Voraussetzungen noch über die potenziellen Schwierigkeiten (vor allem bei der Selbstreflexion) ausreichend informiert sind. Das Projekt setzt genau hier an und will über einen Online-Kurses in zweifacher Hinsicht Abhilfe schaffen:

  • Zum einen soll das Defizit an Hintergrundinformationen und Wissen über E-Portfolios inklusive Nutzen und Grenzen behoben werden – ein Defizit, das die eigene E-Portfolio-Arbeit beeinträchtigen kann bzw. ein reaktives Abarbeiten von extern vorgegeben Portfolio-Aufgaben begünstigt.
  • Zum anderen soll das Problem der Selbstreflexion ernst genommen und daher ein didaktisches Vorgehen gewählt werden, das die Studierenden zunächst davon entlastet, einen Einstieg in die E-Portfolio-Arbeit über die Reflexion der eigenen Person zu praktizieren. Dies wird über die didaktische Einbettung eines Rollenszenarios versucht.

Als technische Grundlage dient die E-Portfolio-Software Mahara.

Die Entwicklung der ersten Version des Kurses wurde im Jahr 2011 von der Virtuellen Hochschule Bayern gefördert. Als Partner an der Entwicklung beteiligt waren: die Hochschule für Angewandte Wissenschaft München (Prof. Dr. Patricia Arnold), die Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Wilbers) und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Prof. Dr. Sembill). Die Professur für Lehren und Lernen mit Medien an der UniBw war Initiator und Hauptentwickler, Projekt-Koordinator in der Antragsphase war Alexander Florian, Projekt-Leiterin in der Durchführung ist Marianne Kamper. Ich selber wirke mit in der didaktischen Gestaltung und in der wissenschaftlichen Begleitung.

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